Tahin (auch Tahini genannt) ist eine dicke, cremige Paste aus gemahlenem Sesam (Sesamum indicum). Während Sesam als Körner vor allem Knusprigkeit und ein leichtes Aroma liefert, bringt Tahin die volle Sesam-Intensität und eine samtige Textur in Gerichte.
Herstellung
1) Sesam wird ausgewählt (meist heller Sesam, möglich ist auch schwarzer Sesam).
2) Häufig wird er leicht geröstet, um das Aroma zu verstärken.
3) Anschließend wird er fein vermahlen, bis das natürliche Öl austritt und eine cremige Paste entsteht.
Geschmack und Konsistenz
Tahin schmeckt nussig und sesamtypisch, manchmal mit einer leichten Bitterkeit. Die Röstung beeinflusst die Tiefe des Aromas; zu starke Röstung kann bitterer wirken.
Verwendung
- Süß: Tahin mit Pekmez/Honig, Gebäck, Desserts, cremige Füllungen.
- Herzhaft: Hummus (Grundbestandteil), Tahin-Zitronen-Soße, Dressings, Toppings für Ofengemüse.
Warum Tahin mit Zitrone plötzlich dicker wird
Säure (z. B. Zitronensaft) kann Tahin kurzfristig stark andicken lassen. Das ist meist normal. Mit etwas Wasser und kräftigem Rühren wird die Soße wieder glatt und cremig.
Lagerung
- Luftdicht verschließen, kühl und dunkel lagern.
- Keine nassen Löffel ins Glas (Feuchtigkeit schadet).
- Öl trennt sich oben oft ab – einfach umrühren.
Woran erkenne ich, dass Tahin schlecht ist?
Eine deutlich ranzige Öl-Note, muffiger Geruch oder unangenehm „beißende“ Bitterkeit sind Warnzeichen. Öltrennung allein ist kein Problem.
Fazit: Tahin ist Sesam in konzentrierter, cremiger Form – ideal für Hummus, Soßen und auch süße Kombinationen. Richtig gelagert bleibt das Aroma lange stabil.



